Vorwort des Landrates

Im Kreis Gütersloh leben Menschen aus 130 verschiedenen Nationen mit unter-schiedlichsten kulturellen Hintergründen und Herkunftsgeschichten. Für Viele sind die Städte und Gemeinden des Kreises bereits seit Jahren oder sogar Jahrzehnten zu einer Heimat geworden, für Andere, die erst seit kürzerer Zeit hier leben, sind noch viele Herausforderungen zu bewältigen.

Als in den 1950er und 1960er Jahren die Zuwanderung nach Deutschland begann, kamen zunächst nur einzelne Personen, um hier Arbeit zu finden. Doch schon bald zogen ihre Familien nach. Und sie kamen mit Hoffnungen auf ein geregeltes Einkommen und der Teilhabe am Wohlstand, aber sie kamen auch mit Hoffnung auf Frieden, auf Freiheit in der Religionsausübung oder mit Hoffnung für die Bildungschancen ihrer Kinder.

War die Vorstellung der Migranten zuerst noch davon geprägt, irgendwann wieder in das Heimatland zurückzukehren, stellte sich für viele Familien die Realität doch anders dar: Der größte Teil von Ihnen bleibt in Deutschland und wird hier auf Dauer ansässig.

Die Integration der zugewanderten Menschen ist deshalb eine gesellschaftliche Aufgabe ersten Ranges. Integrationspolitik darf insofern nicht als kurzfristige Reparaturmaßnahme verstanden werden, sondern muss auf Nachhaltigkeit ange-legt sein.

Um die Integration von Zugewanderten zu erleichtern, wurde im Kreis Gütersloh im Rahmen des landesgeförderten Projektes „Komm-In“ ein Integrationswegweiser erarbeitet. An der Entwicklung waren neben den Mitarbeitern der Kreisverwaltung die Integrationsbeauftragten der Städte und Gemeinden des Kreises Gütersloh, die im Kreis tätigen Wohlfahrtsverbände und Vertreter der Kreistagsfraktionen beteiligt.

Der Integrationswegweiser ist ein Angebot im Internet, der Menschen mit Migrationshintergrund aber auch den Integrationsbeauftragten und den Fachdiensten für Integration einen Überblick über die vielfältigen Integrationsan-gebote gibt. Gleichzeitig will er auch auf bestehende Lücken im Angebot aufmerksam machen. Er erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Stöbern in den Angeboten und erhoffe mir Hinweise auf Veränderungen und Verbesserungen.