Integrationswegweiser Kreis Gütersloh -Fakten und Ergebnisse zum Projekt-

Die Erstellung eines Integrationswegweisers für den Kreis Gütersloh, in dem Informationen zu Einrichtungen und Angeboten aus den Bereichen Integration und Migration abgerufen werden können, bildet einen wichtigen Baustein zur Optimierung von Zugängen zu Angeboten. Darüber hinaus soll der Integrationswegweiser dazu beitragen, eine höhere Transparenz im Hinblick auf die Vielfalt der Angebote und Akteure im Feld der Integrationsförderung in den 13 Städten und Gemeinden des Kreises Gütersloh herzustellen.

Um einen umfassenden Überblick über die integrationsfördernden Angebote im Kreis zu gewinnen, wurde durch das ISS-Frankfurt a.M. eine Bestandserhebung durchgeführt. Hierfür wurden rund 530 Einrichtungen, Initiativen und Vereine angeschrieben. Neben den Integrationsbeauftragten der Städte und Gemeinden und integrationsbezogenen Einrichtungen wurden auch Familienzentren, Kindertageseinrichtungen, Beratungsstellen und Jugendhäuser, aber auch Sportvereine, Kirchengemeinden und Jugendverbände befragt. Ein besonderes Interesse bestand auch, Kultur- und Moscheevereine sowie andere interkulturelle Initiativen in die Bestandserhebung einzubeziehen; dazu wurde das Anschreiben zum Fragebogen in die türkische Sprache übersetzt. Der Fragebogen wurde sowohl per Post als auch per E-Mail versandt. Damit war es möglich, den Bogen auch direkt am PC zu beantworten.

Bis Mitte Januar haben sich ca. 150 Einrichtungen an der Erhebung beteiligt, was einer Rücklaufquote von knapp 30% entspricht. Rund zwei Drittel der Einrichtungen verfügen über spezielle integrationsfördernde Angebote. Insgesamt wurden über 200 unterschiedliche Beratungsangebote, Kurse, Seminare und Veranstaltungen zurückgemeldet. Darüber hinaus zeigte sich, dass auch viele Einrichtungen und Vereine, die keine speziellen Angebote haben, mit ihren allgemeinen Angeboten Menschen mit Migrationserfahrung oder Migrationshintergrund  erreichen und für diese offen sind. Dies zeigen insbesondere die Antworten der Jugendhäuser und Jugendtreffs sowie zahlreicher Sportvereine. Im Kreis Gütersloh gibt es, so wird deutlich, eine große Vielfalt von Angeboten. Diese verteilen sich, auch abhängig von der Größe der jeweiligen Städte und Gemeinden, über den gesamten Kreis Gütersloh.

Neben der Einrichtung des Internetportals  wird zum Projektabschluss auch eine gedruckte Fassung des Integrationswegweisers aufgelegt, der insbesondere den Fachkräften als Nachschlagewerk zur Verfügung stehen soll. Um das neue Serviceangebot bekannt zu machen, wird ein Informationsflyer in Deutsch, Türkisch, Russisch, Serbokroatisch und Polnisch erstellt, in großer Stückzahl verteilt und ausgelegt.

Das Projekt wird aus Mitteln des Landesprogrammes KOMM-IN NRW finanziert, das die Kommunen bei der Optimierung der Rahmenbedingungen für Angebote und Strukturen zur Unterstützung von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte fördert.

Ansprechpartner im ISS-Frankfurt a.M.:

Ludger Stallmann, Tel.: 069/95789-133, E-Mail: ludger.stallmann(at)iss-ffm.de

Dr. Ingrid Wilkens, Tel.: 069/95789-138, E-Mail: ingrid.wilkens(at)iss-ffm.de